Microsoft 365 Datenresidenz Schweiz: nDSG-konforme Konfiguration 2026

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    Microsoft 365 Datenresidenz Schweiz: nDSG-konforme Konfiguration 2026

    Replit Enterprise Self-Serve für Schweizer Unternehmen: KMU-Agenten bauen ohne IT-Abteilung – so startet Ihr Team in 30 Minuten.

    16. April 202611 Min. Lesezeit Lesezeit
    Christian Flückiger

    Christian Flückiger

    Solution Architect

    christian.flueckiger@cnext.ch
    10+ JahreErfahrung·SharePoint & Microsoft Teams
    CNEXT Microsoft Partner

    Kurzantwort

    Replit Enterprise Self-Serve für Schweizer Unternehmen: KMU-Agenten bauen ohne IT-Abteilung – so startet Ihr Team in 30 Minuten.

    Mit Inkrafttreten des revidierten Datenschutzgesetzes (nDSG) am 1. September 2023 sind Schweizer Unternehmen verpflichtet, ihre Datenverarbeitung dokumentiert und transparent zu gestalten. Microsoft 365 ist ohne Frage nDSG-konform betreibbar – aber nur, wenn Datenresidenz, Verträge und Konfiguration stimmen. Dieser Leitfaden zeigt, wie es geht.

    Microsoft Schweizer Datacenter

    Microsoft betreibt seit 2019 Schweizer Cloud-Regionen:

    • Switzerland North (Zürich) – primär
    • Switzerland West (Genf) – sekundär / Disaster Recovery

    Diese Regionen werden für Microsoft 365 Multi-Geo, Azure-Dienste und seit 2023 auch für Microsoft Defender, Purview und weitere Dienste genutzt.

    Welche Microsoft 365 Daten bleiben in der Schweiz?

    Mit aktivierter Microsoft 365 Multi-Geo Capability können Schweizer Tenants folgende Kerndaten in Schweizer Datacentern halten:

    DienstSchweizer Datenresidenz möglich?
    Exchange Online (Postfächer)✅ Ja
    SharePoint Online (Site-Inhalte)✅ Ja
    OneDrive for Business✅ Ja
    Teams Files✅ Ja (gespeichert in SharePoint/OneDrive)
    Teams Chat-Nachrichten✅ Ja (Substrate)
    Teams Meetings (Aufzeichnungen)✅ Ja (OneDrive/SharePoint)
    Microsoft 365 Copilot Indexing⚠️ Teilweise – Metadaten weltweit
    Microsoft Defender Logs⚠️ EU Data Boundary, nicht CH
    Microsoft Purview Audit Logs⚠️ EU Data Boundary

    Für Datenklassen, die nur EU-residenz haben, greift die EU Data Boundary (seit 2023): Daten und Logs werden ausschliesslich in EU/EFTA-Datacentern verarbeitet – inklusive Support-Zugriffen.

    Microsoft 365 Multi-Geo aktivieren

    Multi-Geo erlaubt es einem Tenant, Daten in mehreren geografischen Regionen gleichzeitig zu speichern – inkl. der Schweiz. Voraussetzungen:

    • Mindestens 5'000 Microsoft 365 Multi-Geo Capability Lizenzen (CHF ~2.40 / Nutzer / Monat zusätzlich)
    • Tenant Default Region kann auf Switzerland gesetzt werden
    • Pro Nutzer kann eine Preferred Data Location (PDL) konfiguriert werden

    Für KMU unter 5'000 Nutzern: Tenant default = Switzerland reicht meist (kein Multi-Geo nötig). Bestehende Tenants können nach Schweiz migriert werden – ein klassisches CNEXT-Projekt.

    Datenverarbeitungsvertrag (DPA)

    Der Microsoft Data Protection Addendum (DPA) ist Teil der Microsoft Online Services Terms. Schweizer Unternehmen müssen sicherstellen:

    • Aktuelle DPA-Version (mindestens 2024) ist Teil ihrer Microsoft-Verträge
    • Standardvertragsklauseln (SCC) und Schweizer Anhang sind unterzeichnet
    • Subunternehmer-Liste von Microsoft ist dokumentiert (für nDSG Art. 9)

    Sensitivity Labels und DLP

    Datenresidenz allein reicht nicht. Schweizer Unternehmen brauchen ein Klassifizierungs- und Schutzkonzept:

    • Sensitivity Labels (Microsoft Purview Information Protection): mindestens 3 Stufen
    • DLP-Regeln für Personendaten (AHV-Nummern, Kreditkartendaten), Geschäftsgeheimnisse, Vertragsdaten
    • Auto-Labelling für sensitive Inhalte
    • Encryption (z. B. Double Key Encryption für höchste Vertraulichkeit)

    Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten (Art. 12 nDSG)

    Schweizer Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden (oder mit hohem Risiko) müssen ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten führen. CNEXT liefert eine Microsoft-365-spezifische Vorlage mit:

    • Liste aller M365-Dienste
    • Datenkategorien und Empfänger
    • Datenresidenz und Aufbewahrungsdauer
    • Subunternehmer (Microsoft + ggf. Reseller)
    • TOM (Technische und organisatorische Massnahmen)

    EDÖB-Audit Vorbereitung

    Im Falle eines Audits durch den EDÖB sollten folgende Dokumente bereit liegen:

    1. 1Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten
    2. 2Microsoft DPA mit Schweizer Anhang
    3. 3Sensitivity-Labels-Konzept und Implementierungsnachweis
    4. 4Datenresidenz-Konfiguration (Tenant-Setting Screenshots)
    5. 5Adoption-Nachweise (Schulungen, Information Mitarbeitende)

    Fazit

    Microsoft 365 ist 2026 vollständig nDSG-konform betreibbar. Voraussetzung sind Schweizer Datenresidenz (oder EU Data Boundary), aktueller DPA, Sensitivity Labels, DLP und ein dokumentiertes Verarbeitungsverzeichnis. CNEXT begleitet Schweizer Unternehmen bei der gesamten Konfiguration – von der Lizenzanalyse bis zum EDÖB-Audit.

    Microsoft 365DSGComplianceSchweiz
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    Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Team geprüft. Wir setzen KI-Tools ein, um hochwertige Inhalte effizient zu produzieren — die fachliche Verantwortung liegt immer bei unseren Experten.

    Christian Flückiger

    Christian Flückiger

    Solution Architect

    nDSG-konforme Microsoft 365 Konfiguration

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