DMS für Kanzleien: SharePoint als professionelles Dokumentenmanagement-System

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    DMS für Kanzleien: SharePoint als professionelles Dokumentenmanagement-System

    Wie Kanzleien SharePoint als vollwertiges DMS einsetzen: Metadaten, Versionierung, Suchfunktion und Copilot-Integration statt teurer Insellösungen.

    17. Juli 202610 Min. Lesezeit
    Marcel Haas

    Marcel Haas

    Solution Architect, CEO

    marcel.haas@cnext.ch
    20+ JahreErfahrung·6×Microsoft Applied Skills·SharePoint & Microsoft Copilot
    6x Microsoft Applied Skills

    Kurzantwort

    Wie Kanzleien SharePoint als vollwertiges DMS einsetzen: Metadaten, Versionierung, Suchfunktion und Copilot-Integration statt teurer Insellösungen.

    Das Problem mit klassischen Kanzlei-Software-Systemen

    Viele Schweizer Kanzleien und Steuerberatungsbüros betreiben noch spezifische DMS-Insellösungen, die seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wurden. Die Anbieter stellen den Support ein, die Schnittstellen zu modernen Systemen fehlen, und die Lizenzkosten steigen Jahr für Jahr. Gleichzeitig arbeiten die Mitarbeitenden täglich mit Microsoft Teams, Outlook und Office – und wünschen sich, dass ihr Dokumentenmanagement dort integriert wäre.

    SharePoint ist heute kein «nur-Intranet» mehr. Richtig aufgebaut, ist es ein vollwertiges DMS, das alle Kernanforderungen einer Kanzlei oder eines Steuerberatungsunternehmens erfüllt – und das ohne Zusatzlizenz, weil es in Microsoft 365 enthalten ist.

    Was ein Kanzlei-DMS leisten muss

    AnforderungSharePoint-Funktion
    Mandantentrennung Site-basierte Isolation + Entra ID Gruppen
    Versionierung Automatische Versionsverwaltung (bis 500 Versionen)
    Volltext-Suche Microsoft Search (inkl. PDF-Inhalte)
    Metadaten-Klassifizierung Spalten, Inhaltstypen, Term Store
    Aufbewahrungsfristen Microsoft Purview Retention Policies
    Prüfpfade / Audit-Trail Microsoft Purview Audit (Unified Audit Log)
    E-Mail-Integration Outlook-Plugin «Datei in SharePoint speichern»
    KI-Suche / Zusammenfassungen Microsoft 365 Copilot

    Die empfohlene Struktur für ein Kanzlei-DMS

    Ebene 1: Die Kanzleibibliothek

    Eine zentrale SharePoint-Site für alle kanzleiinternen Ressourcen, die nicht mandantenspezifisch sind:

    • Musterverträge und Vorlagen (mit Versionierung)
    • Interne Richtlinien und Handbücher (Qualitätsmanagement)
    • Briefvorlagen, Formulare, Checklisten
    • Wissensartikel: Rechtsprechung, kommentierte Gesetze

    Ebene 2: Mandantensites

    Pro Mandant eine eigene Site (oder pro Mandat, je nach Struktur). Jede Site enthält:

    • Akten-Bibliothek: Korrespondenz, Verträge, Schriftsätze, Bescheide – klassifiziert mit Metadaten (Dokumenttyp, Datum, Status, Aktenzeichen)
    • Arbeitsdokumente: Entwürfe, interne Notizen, Arbeitsmaterialien
    • Freigegebene Dokumente: Unterordner oder eigene Bibliothek für das, was dem Mandanten zugänglich gemacht wird

    Ebene 3: Archiv

    Abgeschlossene Mandate werden in eine Archiv-Site verschoben (oder gesperrt). Microsoft Purview stellt sicher, dass Dokumente nicht vor Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gelöscht werden können – auch nicht durch Administratoren.

    Metadaten: Das Herzstück des DMS

    Der häufigste Fehler bei SharePoint-Einführungen in Kanzleien: Man übernimmt die Ordnerstruktur aus dem Netzwerklaufwerk 1:1. Das funktioniert – aber es verschenkt den grössten Mehrwert von SharePoint.

    Ein Dokument in SharePoint hat keine Position in einem Ordner. Es hat Eigenschaften (Metadaten). Das ermöglicht:

    • Dasselbe Dokument in verschiedenen Ansichten anzeigen (nach Mandant, nach Dokumenttyp, nach Status, nach Datum)
    • Gezielte Suche über alle Mandate gleichzeitig («Alle Verträge mit Aufhebungsklausel aus 2024»)
    • Automatisierungen: «Wenn Status = Unterzeichnet, sende Benachrichtigung an Partner»
    • Copilot kann Metadaten lesen und Zusammenfassungen erstellen

    Empfohlene Pflicht-Metadaten für Kanzlei-Dokumente:

    • Dokumenttyp: Vertrag / Schriftsatz / Korrespondenz / Bescheid / Protokoll / Gutachten / Rechnung
    • Status: Entwurf / In Prüfung / Genehmigt / Unterzeichnet / Archiviert
    • Aktenzeichen (Pflichtfeld)
    • Vertragspartner (für Verträge)
    • Frist (Datum für Wiedervorlage oder Einspruchefristen)
    • Vertraulichkeit: Intern / Mandantenfreigabe / Behördenfreigabe

    Microsoft 365 Copilot im Kanzlei-Kontext

    Mit Copilot können Sachbearbeitende in Zukunft Fragen stellen wie:

    • «Fasse mir alle Korrespondenz mit Mandant Müller aus dem letzten Quartal zusammen»
    • «Gibt es in unseren Musterverträgen eine Schiedsklausel, die für internationales Recht geeignet ist?»
    • «Welche offenen Fristen laufen diese Woche ab?»

    Copilot greift dabei ausschliesslich auf Inhalte zu, auf die der angemeldete Benutzer Zugriffsrechte hat. Die Mandantentrennung auf SharePoint-Ebene schützt also auch vor ungewollter KI-Querauskunft zwischen Mandaten.

    Typisches Migrationsprojekt

    Ein Kanzlei-DMS-Projekt mit CNEXT umfasst in der Regel:

    1. Analyse: Welche Dokumenttypen gibt es? Welche Metadaten sind nötig? Welche Fachprozesse müssen abgebildet werden?
    2. Konzept: Struktur der Sites, Bibliotheken, Metadaten, Berechtigungen
    3. Aufbau: Umsetzung in SharePoint, Konfiguration Purview, Entra ID Gruppen
    4. Migration: Überführung bestehender Dokumente aus Netzwerklaufwerk oder Alt-DMS
    5. Schulung: Einführung für Mitarbeitende, Administratoren-Schulung
    6. Support: Begleitung in den ersten Wochen, Managed Service optional

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    Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Team geprüft. Wir setzen KI-Tools ein, um hochwertige Inhalte effizient zu produzieren — die fachliche Verantwortung liegt immer bei unseren Experten.

    Marcel Haas

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    Solution Architect, CEO

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